Streuobstwiesen prägen unsere Kulturlandschaft und gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Bayerns. Der Landschaftspflegeverband Rhön-Grabfeld unterstützt Kommunen, Vereine und Privatpersonen bei Pflanzung, Pflege und Erhalt von Streuobstbeständen.
Unsere Arbeit
Seit Beginn des Bayerischen Streuobstpaktes wurden im Landkreis Rhön-Grabfeld gemeinsam mit zahlreichen Gemeinden mehrere hundert Obstbäume gepflanzt. Ebenso begleiten wir regelmäßig die Pflege bestehender Streuobstbestände und beraten Eigentümer zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung.
Streuobstpflanzung
Neue Streuobstbäume für Aub
Im Rahmen des Bayerischen Streuobstpaktes wurden in Aub zwölf hochstämmige Obstbäume gepflanzt. Mit der Neuanlage entsteht ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und zugleich eine langfristige Bereicherung der Kulturlandschaft. Solche Pflanzaktionen setzen wir gemeinsam mit Kommunen und weiteren Partnern an vielen Orten im Landkreis Rhön-Grabfeld um.
Streuobst pflegen
Pflege alter Streuobstbäume in Eichenhausen
Fördermöglichkeiten
Staatliche Förderung für Pflanzung und Pflege von Streuobst
Der Landschaftspflegeverband unterstützt Gemeinden, Vereine und Privatpersonen bei der Umsetzung von Streuobstmaßnahmen in Rahmen des Streuobstpaktes Bayern. Hier finden Sie Informationen zu Fördermöglichkeiten sowie die notwendigen Anträge und Formulare.
Weitere Informationen zu unseren Streuobstwiesen
Sortenvielfalt erhalten | Lebensraum schützen
Streuobstwiesen bestehen aus hochstämmigen Obstbäumen, die auf extensiv genutzten Grünlandflächen angebaut werden. Ursprünglich waren die Bäume einzeln oder in Gruppen in der jeweiligen Gemarkung zerstreut, daher der Begriff „Streuobst“.
Extensive Streuobstbestände sind wichtige Elemente eines Biotopverbundes. In der Kulturlandschaft verbinden sie oft Wiesen, Weiden, Siedlungs- und Waldränder als Trittstein. Werden die Wiesen unter den Obstbäumen durch Mahd oder Beweidung schonend gepflegt, bilden sich wertvolle und bunt blühende Pflanzengesellschaften wie Glatthaferwiesen oder Halbtrockenrasen aus. Hier finden viele Tierarten Nahrung. Höhlen, Spalten und Astlöcher in alten Obstbäumen bieten Brut- und Versteckmöglichkeiten.
Auf den bis zu 200 Jahre alten Streuobstanlagen gibt es bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten sowie Pilze, Moose und Flechten. Vor allem für Vogelarten wie Spechte, Steinkauz und Wendehals bietet eine Streuobstwiese Lebensraum. Voraussetzung sind Artenvielfalt bei Pflanzen und Insekten, kurzrasige Bereiche und Baumhöhlen. Auch Fledermausarten, Garten- und Siebenschläfer oder auch zahlreiche Insektenarten wie Schmetterlinge, Hornissen und Wildbienen profitieren von einer intakten Streuobstwiese.